• Fachbeitrag

Der Schmutz auf den Dächern verringert Leistung der Anlagen

Natürlich ist der Standortfaktor entscheidend. Aber es gibt keine PV-Anlage, die nicht gereinigt werden muss, um profitabel zu wirtschaften. Umso mehr im landwirtschaftlichen Umfeld, wo die Staubbelastung besonders groß ist. Laut einer Faustformel sollten Anlagen im landwirtschaftlichen Umfeld mindestens einmal jährlich, in der Nähe von „verschmutzender“ Industrie ebenfalls mindestens einmal jährlich gereinigt werden, während für Anlagen in einer weniger herausfordernden Umgebung Intervalle von ein bis zwei Jahren oder sogar drei bis fünf Jahren ausreichend sind.

Fotos: Hycleaner/Hüser

So rechnet sich die professionelle PV-Reinigung für landwirtschaftliche Betriebe

Moderne Reinigungsroboter wie die Solarrobot-Modelle von Hycleaner unterstützen Betriebe dabei, Module sicher, effizient und wirtschaftlich zu reinigen.

Warum Reinigung im Agrarbereich unverzichtbar ist
Der Verschmutzungsgrad landwirtschaftlicher PV-Anlagen liegt deutlich über dem anderer Standorte. Stallabluft, Ammoniak, Staub aus Tierhaltung und Ernteprozessen sowie Pollen sorgen für schnell zunehmende Ablagerungen. Laut Praxiserfahrungen sind Ertragsverluste von über 20% pro Jahr im Agrarumfeld keine Seltenheit. Auch wenn die Module nur leicht verschmutzt wirken, bedeutet das bereits Leistungseinbußen von mehr als 6%.
Besonders kritisch sind Flechten, die sich vor allem auf Anlagen über Tierställen bilden. Sie wachsen fest in die Moduloberfläche ein und lassen sich ohne professionelle Reinigung kaum entfernen. Zudem können Vogelkot und organische Beläge Hot-Spots auslösen und dadurch langfristige Schäden verursachen.

So viel kosten verschmutzte Module
Die wirtschaftliche Relevanz zeigt sich an einem exemplarischen Betrieb mit 500 kWp installierter Leistung. Der spezifische Ertrag liegt bei 1.000 kWh/kWp, was eine Jahresproduktion von 500.000 kWh bedeutet. Bei einem Stromwert: 0,10 Euro/kWh liegt der Ertrag/Jahr: 50.000 Euro. Doch schon 10% Verschmutzung verursachen 5.000 Euro Verlust pro Jahr, bei 20% sind es 10.000 Euro.
Damit übersteigt der Schaden schnell die Kosten einer professionellen Reinigung. Denn diese schlägt je nach Fläche und Zustand in der Regel mit 1–2 €/m² zu Buche. Für die genannte Anlage mit rund 3.000 m² liegen die Gesamtkosten also bei 3.000 – 6.000 € – deutlich weniger als der jährliche Ertragsverlust.
Hycleaner-Geschäftsführer Josha Kneiber bringt es auf den Punkt: „Bei landwirtschaftlichen Anlagen sind Verschmutzungen von über 20% durchaus realistisch. Da muss man nicht lange überlegen, ob eine professionelle Reinigung sich lohnt. Denn selbst bei 2 € / m² ist die Reinigung ein No-Brainer. Betriebe mit Anlagen von 750 – 1.000 kWp profitieren häufig sogar von der Anschaffung eines eigenen Roboters, da mehrere Reinigungen pro Jahr möglich sind und der Return on Investment entsprechend schnell einsetzt.“

Technik statt Hochdruckschlauch
Während früher mit Bürste und Wasser manuell gereinigt wurde, setzt die Branche heute auf robotergestützte Systeme mit rotierenden Bürsten, entmineralisiertem Wasser und sensorgestützter Steuerung. Das bietet Landwirten eine Reihe von Vorteilen und garantiert eine maximale Ertragsausbeute. Denn die regelmäßige Reinigung verhindert Verluste von 10 – 30%, im Stallbereich oft sogar mehr, wie Landwirt Stefan Hüser, Geschäftsführer der Hüser Energie GmbH in Büren-Steinhausen, der mit Aufdach- und Freiflächenanlagen zusammen auf eine installierte Leistung von 5 MW kommt, erläutert: „Von November bis April erreichen ungereinigte Anlagen 30 – 40% weniger Leistung.“
Mittels schonender und herstellerkonformer Reinigung mit geprüften Bürsten, entmineralisiertem Wasser und ohne Chemikalien lassen sich nicht nur die Vorgaben der Modulhersteller einhalten. Die fachgerechte, regelmäßige Reinigung verhindert Hot-Spots durch Vogelkot, Flechtenbefall, Pflanzenbewuchs in Dichtungen aber auch Glas- bzw. Zellschäden durch Überhitzung und sorgt damit nicht nur für die aktuelle Ertragssteigerung, sondern auch für den langfristigen Erhalt der Substanz.

Hohe Flächenleistung und Arbeitssicherheit
Roboter reinigen mehrere hundert Quadratmeter pro Stunde – ohne Dachbetretung und ohne Risiko für Mitarbeiter. Hycleaner bietet zwei speziell für landwirtschaftliche Anforderungen entwickelte Robotersysteme. Beide sind so ausgelegt, dass Landwirte die Reinigung selbst durchführen können – schnell und sicher.

Kraftpaket für große Anlagen
Dabei gilt der Solarrobot Pro als Kraftpaket für große Anlagen. Er ist die richtige Wahl für Betriebe mit Tierhaltung, großen Dach- oder Freiflächenanlagen ab 2.000 m2, mit einer Dachneigung von bis 25 Grad oder stark verschmutzten Modulen. Mit serienmäßiger Kantenerkennung, einer Autodrive-Funktion, aktivem Schlauchmanagement und modularem Aufbau für den einfachen Transport kommt er auch bei Landwirt Hüser im Bereich der Strohhaltung zweimal im Jahr zum Einsatz, bei den Freiflächen alle zwei bis drei Jahre. Hüsers Fazit: „In der Landwirtschaft ist die jährliche Reinigung richtig und wichtig. Leistung und Service des Roboters haben uns im Vergleich zur unregelmäßigen Reinigung durch einen Dienstleister überzeugt. Da wir genau wissen, worauf es bei der PV-Reinigung in der Landwirtschaft ankommt, bieten wir diese Reinigungsleistung auch anderen Agrarbetrieben mit vorheriger Verlustberechnung an.“

Große Flexibilität und Bedienungsfreundlichkeit
Der leichte, wendige und vielseitige Solarrobot Compact ist dagegen ideal für kleine bis mittelgroße Anlagen von ca. 50 – 2.000 m2 konzipiert und meistert sogar anspruchsvolle aufgeständerte Flächen. Bestens geeignet für moderate Verschmutzungen auf kleineren und mittleren Hofanlagen, für Solaranlagen auf Ställen und Hallen, für Dachkonstruktionen mit Neigungen bis zu 20 Grad.  Mit unter 60 kg Gewicht und hoher Wendigkeit kann er von einer Person von Modulreihe zu Modulreihe versetzt werden und bietet ein Höchstmaß an Flexibilität und Bedienungsfreundlichkeit.
Auch im landwirtschaftlichen Betrieb von Andre Reimers in Kollmar wird seit einigen Monaten auf den Solarrobot von Hycleaner gesetzt. Reimers: „Wir haben 430 kWp, die bringen im Schnitt 282 MWh. Vor allem die 256 kWp Anlage auf dem Kuhstall reinigen wir dreimal im Jahr, weil sich dort durch die Firstlüftung viel Kuhdunst und Staub absetzt. Der Roboter erleichtert uns die Arbeit entscheidend.
Da er ganz einfach gebaut ist, werden auch keine hohen Reparaturkosten entstehen. Der große Vorteil ist aber, dass die Aufgabe jetzt eine Person übernehmen kann. Früher brauchte es zwei Mitarbeiter für die Reinigung der Solarmodule mittels Teleskoplader, Arbeitsbühne und Teleskoplanze.“

Reinigung sichert Erträge – Robotik macht sie rentabel
In landwirtschaftlichen Betrieben ist die Reinigung von PV-Modulen eine Selbstverständlichkeit. Hohe realistische Ertragsverluste, klare Herstellerempfehlungen und die Gefahr langfristiger Substanzschäden sprechen dafür. Zumal eine moderne Reinigungstechnik mittels Roboter heutzutage auch eine wirtschaftliche Umsetzung gewährleistet.
Hycleaner liefert Systeme, die speziell auf die Praxis im Agrarbereich ausgelegt sind: robust, flächenstark, flexibel bei Dachneigungen und sicher in der Anwendung. Wer seine Module regelmäßig pflegt, sichert den PV-Ertrag dauerhaft – und holt aus seiner „Sonnenernte“ das Maximum heraus. Wenn der Frühjahrsputz erledigt ist, läuft die Anlage wieder mit voller Leistung.Die Hycleaner GmbH & Co. KG aus Gronau entwickelt Reinigungsroboter für Solaranlagen und Fassaden. Ihre Maschinen steigern die Effizienz von Photovoltaik, indem sie Verschmutzungen automatisiert entfernen. Seit der Gründung 2010 hat sich das Unternehmen vom Nischenanbieter zum international tätigen Mittelständler entwickelt.

Text: Hycleaner