- Fachbeitrag
Ein Getränkekarton von heute kann der Abfallsack von morgen sein
Deiss ist Pionier in der Produktion von nachhaltigen Abfallsäcken
ReinigungsMarkt (RM): Deiss hat zwei neue Müllsack-Marken präsentiert. „Re:source“ klingt nach einem Produkt, das auf wiederverwendbare und schon vorhandene Ressourcen zurückgreift. Was macht die Müllsacke so nachhaltig in Ihren Augen?
Clemens Eichler (CE): Im Frühjahr/Sommer 2025 haben wir unser neues Re:Source-Sortiment vorgestellt und damit ein breites Portfolio an Abfallsäcken und Müllbeuteln auf den Markt gebracht, die alle den Blauen Engel tragen. Das bedeutet, dass sie aus mindestens 80 % Post-Consumer-Rezyklat (PCR) bestehen, also aus recyceltem Kunststoff, der aus Abfällen aus Haushalten, Gewerbe, Industrie und Institutionen stammt. Die Wiederverwendung sorgt für weniger Ressourcenverbrauch. Mit Re:source bieten wir Abfallsäcke und Müllbeutel, die Ressourcen schonen und dabei mit der bewährten Deiss-Qualität überzeugen.
RM: Was macht den Re:source Plus zu einem „Plus“-Müllsack?
CE: Mit Re:source Plus entwickeln wir die Vorteile des Re:source-Sortiments konsequent weiter und heben sie auf eine neue Stufe. Die Herausforderung bei PCR-Material war bisher, dass es immer wieder zu Schwankungen in der Performance kommen kann. Re:source bietet gleichbleibend hohe PCR-Qualität, und das Made in Germany. Das erreichen wir, indem wir einen neuen Rohstoff für unsere Abfallsäcke erschließen: Erstmals nutzen wir dafür Kunststoffanteile aus recycelten Getränkekartons. Durch den gleichmäßigen Aufbau aller Getränkekartons entsteht ein Rezyklat mit konstanter Zusammensetzung und verlässlich hoher Qualität. Aufgrund des hohen Aufkommens von gebrauchten Getränkekartons profitieren wir dabei von einem konstanten und zuverlässigen Rohstofffluss. Darüber hinaus sichert die Produktion in Deutschland kurze und zuverlässige Lieferketten, schnelle Verfügbarkeit und die Einhaltung strenger deutscher Umweltauflagen. Außerdem steht das „Plus“ bei allen Deiss-Marken für den Easy Opener, der ein effizientes und einfaches Handling der Abfallsäcke ermöglicht, sowie für die schnell zu öffnende Blitzbanderole. Die Markteinführung von Re:source Plus ist für Mitte des Jahres 2026 vorgesehen.
RM: Wofür sind beide Müllsäcke gedacht? Welcher Müll oder Abfall soll damit entsorgt werden und wo?
CE: Das Re:source-Sortiment, das schon erhältlich ist, bietet für jeden Bedarf die passende Lösung: von 6 bis 300 Litern, in Wandstärken von 10 bis 80 μm in Blau, Schwarz, Grau, Transparent, Gelb, Rot, Grün und Natur. Beim Müllsack Re:source Plus werden wir zunächst mit 120-Liter-Abfallsäcken starten. Dank dieser besonders nachgefragten Größe eignen sich die Säcke für eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten.
RM: Welchen Nutzen haben Kunden von den neuen Produkten?
CE: Der Vorteil der neuen-Artikel ist, dass sich Anwender dabei gleichzeitig auf besondere Ressourcenschonung und starke Leistung verlassen können. Unsere Produkte beweisen, dass nachhaltige Lösungen höchste Ansprüche an Qualität und Funktionalität erfüllen können. Beide Marken bieten herausragende Belastbarkeit, Reißfestigkeit und Alltagstauglichkeit, auch unter anspruchsvollen Bedingungen.
RM: Der Re:source wurde auf der CMS 2025 im September in Berlin erstmals vorgestellt. Welche Kundenreaktionen haben Sie bisher erhalten?
CE: Die Resonanz war außergewöhnlich gut. Mit dem Thema Kreislaufwirtschaft und der Verwertung haushaltsnaher Abfälle haben wir einen Nerv getroffen. Unsere Kunden schätzen die Möglichkeit, mit ihrer Kaufentscheidung einen konkreten Beitrag zur Ressourcenschonung zu leisten. Das Gefühl, Verantwortung für Umwelt und zukünftige Generationen zu übernehmen, ist vielen ein echtes Anliegen. Diese Haltung verbindet uns als Hamburger Traditionsunternehmen mit unseren Partnern.









