• Fachbeitrag

Entwickelt für den täglichen Einsatz

Sanitärräume gehören zu den anspruchsvollsten Bereichen der professionellen Gebäudereinigung. Hier treffen mineralische Ablagerungen wie Kalk, Urinstein und Rost auf organische Verschmutzungen durch Seifen, Hautfette oder Kosmetika. Gleichzeitig müssen unterschiedlichste Materialien von Keramik über Edelstahl und Chrom bis hin zu Glas oder Naturstein gereinigt werden, ohne ihre Oberflächen anzugreifen.

Professionelle Sanitärreiniger

Den größten Anteil am Markt nehmen saure Sanitärreiniger ein. Sie gelten als Standardlösung zur Entfernung mineralischer Ablagerungen und lösen Kalk, Urinstein, Rostansätze oder Wasserflecken zuverlässig. Je nach Anwendungsgebiet kommen dabei Säuren wie Amidosulfonsäure, Methansulfonsäure, Zitronensäure oder Milchsäure zum Einsatz.

Für die tägliche Unterhaltsreinigung reichen meist schwächer saure Formulierungen aus, während bei hartnäckigen Ablagerungen, etwa in Schwimmbädern, Wellnessanlagen oder stark frequentierten Sanitäranlagen, leistungsstärkere Grundreiniger erforderlich sind. Säurehaltige Produkte sind jedoch nicht für jede Oberfläche geeignet. Natursteine wie Marmor oder Kalkstein, aber auch empfindliche Beschichtungen und einige Kunststoffe können dauerhaft geschädigt werden. In diesen Fällen kommen neutrale oder alkalische Sanitärreiniger zum Einsatz. Sie entfernen vor allem organische Verschmutzungen wie Seifenfilme, Hautfette oder Kosmetikrückstände und ergänzen das Sortiment für eine materialgerechte Reinigung.

Die eigentliche Reinigungswirkung entsteht dabei nicht allein durch Säuren oder Laugen. Moderne Sanitärreiniger enthalten zusätzlich Tenside, Komplexbildner, Korrosionsschutzadditive sowie weitere Hilfsstoffe, die Verschmutzungen anlösen, Oberflächen schützen und die Benetzung verbessern. Viele Produkte hinterlassen zudem einen Pflegefilm. Dadurch bleiben die Oberflächen länger sauber und der Aufwand bei der nachfolgenden Unterhaltsreinigung für den Dienstleister sinkt.

Text: Daniel Faust