- Fachbeitrag
Mit KI-basiertem Flächenmonitoring zu mehr Sicherheit und Sauberkeit
Wemolo im ZIA Innovationsradar 2026
Wemolo geht ein zentrales Problem im Property Management an: Viele Betreiber steuern große Portfolios aus der Ferne, verfügen aber bislang kaum über belastbare Informationen aus dem laufenden Außenflächenbetrieb. Das senkt manuelle Prüfaufwände, reduziert unnötige Vor-Ort-Fahrten und schafft überprüfbare Nachweise für Dienstleistersteuerung, Vandalismus- und Schadensdokumentation. Der Spitzenverband der deutschen Immobilienwirtschaft mit rund 37.000 vertretenen Branchenunternehmen listet die Anwendung im Bereich Real Estate. Die Aufnahme erfolgt nach Prüfung durch eine Jury aus dem ZIA Innovation Think Tank sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft. Wemolos Anwendung läuft im Pilotbetrieb bei Deutsche Investment, Saller Group und Feneberg.
Property Manager kommen nicht mehr an jeden Standort
Wer ein Retail-Portfolio mit hunderten Fachmarktzentren betreut, kommt selten vor Ort. Property Manager verantworten deutschlandweite Bestände und sehen die einzelnen Standorte oft nur sporadisch. Vor Ort sind externe Facility-Dienstleister, die im Auftrag des Eigentümers reinigen, mähen, streuen und reparieren. Dazwischen klafft ein blinder Fleck. Vandalismus wird erst gemeldet, wenn der Schaden bereits sichtbar ist. Dienstleisterleistungen erscheinen auf Rechnungen, aber selten mit überprüfbaren Belegen. Die Steuerung bleibt reaktiv. Wemolos Flächenmonitoring schließt diesen Fleck. Die Kameras erkennen Vandalismus wie Graffiti, Sachbeschädigung oder Brandstellen automatisch und dokumentieren ihn mit Bildnachweis und Zeitstempel. Sie erfassen die Einsätze externer Dienstleister, also Winterdienst, Grünpflege oder Reinigung, und liefern überprüfbare SLA-Belege. Sie registrieren Müllablagerungen, verlorene Einkaufswagen, Glatteis und vergleichbare Sauberkeits- und Sicherheitsthemen. Und sie schlagen Frühalarm, wenn Schäden an Fassaden, Zäunen oder Beleuchtungsanlagen entstehen.
Aus diesen Beobachtungen entstehen automatisch Service-Tickets, die mit Bildnachweis und Zeitstempel versehen an die jeweils zuständigen Dienstleister oder Sicherheitspartner weitergeleitet werden. Reaktionszeiten verkürzen sich, manuelle Prüfaufwände sinken und Property Manager wechseln vom reaktiven Modus in eine proaktive Steuerung. Die Bildauswertung erfolgt lokal auf dem jeweiligen Gerät und DSGVO-konform. Gesichter und Kennzeichen werden standardmäßig anonymisiert; personenbezogene Details sind nur in klar definierten Ausnahmefällen, etwa zur Aufklärung konkreter Vandalismusschäden, rollenbasiert und zeitlich begrenzt zugänglich. Eine permanente Videoaufzeichnung findet nicht statt. In ersten Pilotanwendungen verzeichnet Wemolo Einsparpotenziale von 20 bis 30 Prozent bei manuellen Prüf- und Kontrollaufwänden. Grundlage sind weniger Vor-Ort-Fahrten, automatisierte Ereignismeldungen und überprüfbare Nachweise für Dienstleistereinsätze.
„Unsere Lösung gibt Property Managern ein Auge aus der Ferne“, sagt Dominic Winkler, Head of Sales & Business Development Real Estate bei Wemolo. „Sie sehen, was an ihren Standorten passiert, ohne hinfahren zu müssen. Schäden werden erkannt, bevor sie eskalieren. Dienstleisterleistungen werden überprüfbar. So sinken operative Reibungsverluste, und für Verkehrssicherung, Vandalismus- und Schadensdokumentation sowie Dienstleistersteuerung entsteht eine deutlich belastbarere Datengrundlage.“ Erste Live-Standorte sind Anfang 2026 gestartet, weitere kommen im Laufe des Jahres dazu. Ein Beispiel ist der Rödertalpark in Großröhrsdorf in Sachsen, eines der größten Fachmarktzentren der Region: rund 15.560 Quadratmeter Mietfläche, 645 Stellplätze und große Ankermieter.
Text: Wemolo GmbH 81379 München









