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Facility-Service-Markt wächst trotz Konjunkturschwäche weiter
Lünendonk-Studie veröffentlicht
Auch für die kommenden Jahre blickt die Branche optimistisch in die Zukunft. Bis 2030 erwarten die befragten Unternehmen jährliche Umsatzzuwächse zwischen 6,1 und 6,4 Prozent. Als wichtige Wachstumstreiber gelten neue gesetzliche Anforderungen an den Immobilienbetrieb. Insbesondere Vorgaben wie das KRITIS-Dachgesetz erhöhen den Bedarf an professionellen Facility Services sowie an widerstandsfähigen und transparenten Bewirtschaftungskonzepten. Gleichzeitig gewinnen standardisierte Datenströme und die Erfassung von Betriebs- und Zustandsdaten in Echtzeit an Bedeutung, um steigende Anforderungen an Dokumentation, Reporting und Nachweisführung zu erfüllen.
Parallel dazu schreitet die Digitalisierung der Branche voran. Bereits 11 Prozent der befragten Unternehmen setzen KI-gestützte oder automatisierte Lösungen im operativen Gebäudebetrieb ein. Bei 30 Prozent laufen die operativen Prozesse bereits in einer integrierten Systemlandschaft, während ein weiteres Drittel standardisierte digitale Prozessketten nutzt. Als größte Hemmnisse für eine schnellere Digitalisierung nennen 64 Prozent der Unternehmen fehlende Budgets und eine geringe Investitionsbereitschaft auf Kundenseite. Darüber hinaus verändert sich das Leistungsportfolio vieler Facility-Service-Anbieter.
Neben klassischen Gebäudedienstleistungen gewinnen ganzheitliche Servicekonzepte über den gesamten Immobilienlebenszyklus an Bedeutung. Ein Viertel der Studienteilnehmer beobachtet, dass Auftraggeber Dienstleister künftig bereits in der Planungsphase von Gebäuden einbinden. Gleichzeitig erschließen die Unternehmen zunehmend produktionsnahe Sekundärprozesse in der Industrie und erweitern ihr Angebot durch Akquisitionen und neue Servicemodelle.
„Neue Servicemodelle entwickeln das bisherige Konzept des integrierten Facility Managements weiter. Für die Branche eröffnen sich dadurch große Chancen, denn ein breiteres Leistungsspektrum stärkt die Widerstandsfähigkeit des Marktes“, erklärt Jörg Hossenfelder, geschäftsführender Gesellschafter von Lünendonk & Hossenfelder.









