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Gespräche sind ohne Annäherung zu Ende gegangen

Die erste Verhandlungsrunde über einen neuen Lohntarifvertrag für das Gebäudereiniger-Handwerk ist ohne Annäherung zu Ende gegangen. Bei dem Treffen in Düsseldorf bekräftigte die IG BAU ihre Forderung nach einer Entgelterhöhung von zwei Euro pro Stunde für alle Beschäftigten bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Für die beschäftigungsstärkste Lohngruppe 1 entspricht dies einem Plus von mehr als 13 Prozent. Der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks (BIV) lehnt die Forderung in dieser Höhe ab. Die zweite Tarifrunde ist für den 22. Oktober in Köln angesetzt.

Arbeitgeber weisen Lohnforderung zum zweiten Mal zurück

Nach Angaben des BIV wurde die erste Verhandlungsrunde nach rund drei Stunden beendet. Der Verband kritisiert insbesondere die aus seiner Sicht fehlende Berücksichtigung der wirtschaftlichen Situation der Betriebe. „Was im Juni galt, gilt auch im September“, erklärte Christian Kloevekorn, Vorsitzender der BIV-Tarifkommission. 
Die Unternehmen seien mit steigenden Kosten, schwacher Kundennachfrage und wirtschaftlicher Unsicherheit konfrontiert. Zusätzliche Belastungen befürchtet der Verband durch geplante politische Reformen bei Minijobs. Diese machen in der Gebäudereinigung einen erheblichen Teil der Beschäftigungsverhältnisse aus.
Aktuell umfasst das Tarifsystem der Branche neun Lohngruppen. Die Lohngruppen 1 und 6 sind als Branchenmindestlöhne allgemeinverbindlich. In der Einstiegslohngruppe 1 beträgt der Stundenlohn derzeit 15 Euro, Beschäftigte der Lohngruppe 6 erhalten 18,40 Euro.
Der laufende Tarifvertrag für 2025 und 2026 brachte in Lohngruppe 1 eine Steigerung von 13,50 auf 15 Euro und damit 11,1 Prozent innerhalb von 24 Monaten. In Lohngruppe 6 stieg der Stundenlohn im gleichen Zeitraum von 16,70 auf 18,40 Euro. Nun richten sich die Blicke auf die zweite Verhandlungsrunde im Oktober.