Im Schnitt erhöhten sich die Verrechnungssätze um rund drei Prozent. Wachstumstreiber waren vor allem die Unterhaltsreinigung, die Klinische Reinigung sowie das Zimmerservice. Deutliche Rückgänge verzeichnete hingegen die Grundreinigung, während sich die Technische Reinigung stabil entwickelte. Nachfrageimpulse blieben insbesondere im Handel und in der Industrie aus. In beiden Segmenten wurden Reinigungsleistungen reduziert, was das Marktvolumen zusätzlich bremste.
Der ausbleibende Aufschwung verschärft den Wettbewerb. Neben dem Preis rückt die Verfügbarkeit von Personal immer stärker in den Mittelpunkt. Unternehmen kämpfen einerseits mit hoher Fluktuation, andererseits mit steigenden Qualifikationsanforderungen. Öffentliche Ausschreibungen verlangen zunehmend ausgebildete Reinigungsmeister und Desinfektoren. Entsprechende Fachkräfte sind jedoch rar, wodurch sich die Lücke zwischen Bedarf und Angebot vergrößert.
Kritik kommt aus der Branche auch am Beschaffungswesen. Zwar werde formal nach Bestbieterprinzip ausgeschrieben, faktisch entscheide aber häufig der niedrigste Preis. Einige Gemeinden prüfen daher, Reinigungsleistungen künftig wieder eigenständig zu vergeben. Hoffnung setzt die Branche auf die Überarbeitung der Ö-Norm D 2050.
Der Entwurf sieht erstmals einen Abrechnungsmodus für autonome Reinigungsmaschinen vor. Damit könnten Reinigungsroboter künftig regulär in Ausschreibungen berücksichtigt werden. Trotz bestehender Praxishürden gilt die Öffnung für Automatisierung als wichtiger Schritt, um Produktivitätspotenziale zu heben und dem Personalmangel zumindest teilweise zu begegnen.









