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Tarifverhandlungen im Gebäudereiniger-Handwerk bleiben ohne Einigung
Arbeitgeber geben Angebot mit 3,4 Prozent Lohn-Plus ab
dem Vorschlag der Arbeitgeber soll der neue Tarifvertrag am 1. Januar 2027 in Kraft treten. Allerdings sollen die Löhne zunächst vier Monate auf dem Niveau von 2026 bleiben. Erst zum 1. Mai 2027 ist eine Erhöhung der Lohngruppe 1 um 1,8 Prozent vorgesehen. Eine weitere Anhebung um 1,6 Prozent soll zum 1. Januar 2028 folgen. Der BIV begründet sein Angebot mit der angespannten wirtschaftlichen Situation vieler Gebäudereinigungsunternehmen. Insbesondere steigende Sozialversicherungsbeiträge und die anhaltenden Kostenbelastungen machten aus Sicht der Arbeitgeber eine zurückhaltende Tarifentwicklung erforderlich.
Christian Kloevekorn, Vorsitzender der BIV-Verhandlungskommission, bezeichnete den Vorschlag als verantwortungsvoll und tragfähig. Die vorgesehene Übergangsphase solle den Betrieben zunächst wirtschaftliche Stabilität ermöglichen und ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern. Die IG BAU hatte bereits zum Auftakt der Verhandlungen am 9. September eine Lohnerhöhung von zwei Euro pro Stunde gefordert. Dies entspricht in der untersten Lohngruppe einem Plus von mehr als 13 Prozent.
An dieser Forderung hält die Gewerkschaft weiterhin fest. Damit liegen die Vorstellungen beider Tarifparteien sowohl hinsichtlich der Entgelterhöhung als auch der Vertragslaufzeit deutlich auseinander. Nach rund vier Stunden wurden die Gespräche in Köln ohne Annäherung beendet.
Die Verhandlungen sollen am 3. November 2026 erneut in Köln fortgesetzt werden. Der BIV erklärte seine Bereitschaft zu weiteren Gesprächen, forderte die Gewerkschaft jedoch auf, ihre Vorstellungen an die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen anzupassen.









