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Tork-Muttergesellschaft Essity beteiligt sich an EU-Flaggschiffprojekt PROTEUS

Essity, das Unternehmen, zu dem die Marke Tork gehört, beteiligt sich am EU-Flaggschiffprojekt PROTEUS und setzt damit einen weiteren Akzent in Richtung biobasierter Innovationen. Das von der Circular Bio-based Europe Joint Undertaking unterstützte Vorhaben verfolgt das Ziel, Superabsorber auf Basis nachhaltig geernteter Braunalgen zu entwickeln. Diese Materialien sind zentrale Bestandteile von Babywindeln, Damenhygiene- und Inkontinenzprodukten, da sie Flüssigkeiten zuverlässig aufnehmen und binden.

Projekt soll Rohstoffe aus Algen für Hygieneprodukte untersuchen

Bislang beruhen Superabsorber überwiegend auf fossilen Rohstoffen. Im Rahmen von PROTEUS prüft Essity daher den Einsatz von Laminaria hyperborea, einer in Europa vorkommenden Braunalge, als alternative Rohstoffquelle. Im Fokus steht die Frage, wie sich Leistungsfähigkeit, Produktsicherheit und industrielle Skalierbarkeit mit einem reduzierten CO₂-Fußabdruck verbinden lassen.
„Biobasierte Materialien spielen eine wichtige Rolle für die Weiterentwicklung nachhaltiger Hygieneprodukte“, heißt es aus dem Unternehmen. Ziel sei es, Abhängigkeiten von petrochemischen Ressourcen schrittweise zu verringern und gleichzeitig hohe Qualitätsstandards zu sichern. Essity arbeitet bereits seit mehreren Jahren an alternativen Faserquellen.

Im Werk Mannheim produziert das Unternehmen Zellstoff aus Stroh und reduziert damit den Import von Frischzellstoff. Anfallendes Lignin wird als Nebenstrom unter anderem in der Kunststoffindustrie weiterverwendet. Das PROTEUS-Konsortium setzt zudem auf eine möglichst vollständige Nutzung der Algenbiomasse. Mithilfe formaldehydfreier Verfahren soll der Verwertungsgrad deutlich steigen. Auch Logistik und Ernte werden weiterentwickelt, unter anderem durch den Einsatz hybrider Elektroschiffe, um Emissionen zu senken.